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steve06
New-OZ


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Anmeldungsdatum: 19.02.2006 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08.05.07 - 15:49 Titel: Reisebericht: Perth, Broome, Kimberleys, Bungle-Bungle
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hallo
nachdem ich genau vor einem jahr sehr intensiv dieses forum genutzt habe um meine australienreise zu planen möchte ich meinen beitrag dazu leisten um euch auch nützliche tips zu geben.
meine reise im september/oktober 06 führte von zürich über frankfurt (welch ein unübersichtlicher flughafen) via singapore changi (wunderschön) nach perth.
die reise verlief äusserst reibungslos, dennoch war ich besonders auf den letzten 5 flugstunden froh, den tipp einer kollegin befolgt zu haben eine reisetablette zu nehmen. die belastung der langen reise spürte ich voallem an deren ende.
sehr eindrücklich war auch das wir vor der landung in perth wegen starkem nebel noch zweimal durchstarten mussten.
seelisch hatte ich mich schon auf eine lange wartezeit beim quarantäne check vorbereitet, da ja soviele sachen nicht eingeführt werden dürfen und
ich mir nicht 100% sicher war ob da nicht doch noch irgendwo etwas sein könnte in meinem gepäck.
doch wie auch weiterhin auf meiner gesamten reise alles war absolut easy.
schon jetzt wurde ich mit absoluter freundlichkeit und einem lächeln von den beamten begrüsst, die prozedur dauerte keine 3 minuten und ich war durch. ganz verunsichert fragte ich nach ob ich noch weitere formalitäten
erledigen müsste, mit noch freudlicherem lächeln entgegnete man mir: nein das wars schon.
da blieb nur noch zu sagen australien hier bin ich.
natürlich hatte ich mir auch um mein riesen gepäck sorgen gemacht, kommt es überhaupt an, ist es unbeschädigt?
doch kaum 5 minuten nachdem ich bei der gepäckausgabe gewartet hatte
rollte mein seesack aufs band. bis auf wenige scheuerspuren unbeschädigt.
mir blieb schlicht die sprache weg vom aussteigen aus dem flugzeug bis
zum verlassen des terminals hatte es nur 20 minuten gedauert.
ein sammeltaxi (meist viel günstiger als ein normales) welches alle wichtigen hotels und backpackers anfuhr brachte mich darauf ins zentrum von perth.
mein hotel für die nächsten 3 tage war das goodearth welches ich wirklich empfehlen kann, einfach, sauber und schön http://www.goodearthhotel.com.au/
perth ist für einen europäer der aus dem kühlen herbst nach australien kommt wohl einer der einfachsten einstiege nach australien. das klima
ist im september noch nicht zu heiss, manchmal windig, kühl und mit leichten regenschauern gemischt.
in der innenstadt hat es mehrere buslinien die sogar gratis zu allem sehenswerten pendeln. am späteren abend gibts dann günstige nachtbusse.
obwohl perth eine milionenstadt ist merkt man dies kaum, es hatte kaum verkehrschaos, viel grün und parks, englisch anmutende architektur gemischt mit hypermodernen wolkenkratzern und einem kunterbunten mix von menschen.
kaum schaute man mal zur orientierung auf die karte wurde schon meistens gefragt "kann ich dir helfen"
die hilfsbereitschaft und freundlichkeit der aussis ist überwältigend.
zu sehen giebt es in perth einiges, mein tipp: lass es aber in den ersten tagen ruhig angehen dein körper verdaut die lange reise noch.
wunderschön fliesst der swan river durch perth, dessen wahrzeichen die glaskonstruktion von swan bells (moderner glockenturm) eine schöne aussicht auf perth und das umland gestattet.
im zentrum überrascht das ratshaus das in backstein eine kleine kopie vom englischen parlament ist. rund herum erstrecken sich mehrere strassen die eine wahre flaniermeile sind und alles bieten was kopf herz und bauch so brauchen. lass dich nur nicht verleiten schon jetzt viele souveniers zu kaufen, das kriegst du am schluss fast überall.
von perth flog ich dann nach broome welches mein zwischenstopp vor der
9 tägigen kimberley tour war.
dieses kleine nest bietet vorallem eines: spektakuläre strände, besonders beeindruckend der unendlich lange cable beach.
was etwas erstaunt ist das nur extrem schmale strandabschnitte von lifeguards bewacht sind, überall sonst schwimmt man auf eigenes risiko.
da die allgegenwärtigen quallen nicht zu meinen lieblingstieren gehören hab ich auf ein bad verzichtet obwohl mir viele schwimmer versicherten "die tun nichts"
untergekommen oder besser runtergekommen bin ich im kimberley club backpacker, fazit nicht geschlafen vor lauter lärm und am liebsten die sanitären anlagen nicht benutzt vor lauter ekel.
zum glück wurde dies durch den start meiner ersten organisierten tour im offroad bus schnell vergessen gemacht. mit der sehr empfehlenswerten westernXposure.com.au .
auf der gibb river road fuhren wir zum tunnel creek einem endrücklichen begehbaren tunnel den der fluss aus dem berg gefressen hat. 750 meter gehts durch die dunkelheit, fledermäuse entdecken die man schon weit vorher gerochen hat, barfuss durch wasserfurten waten zu den ersten tageslicht löchern und schliesslich in einer kleinen schlucht ankommen um die sonnenwärme zu geniessen. ein erlebnis.
weiter reisten wir zur windjana gorge wo wir frischwasserkrokodile in kaum 5 metern entfernung beobachten konnten.
wir besuchten morgens, mittags und abends immer wieder andere wasserlöcher. gorges, gorges, gorges satt, vermisst hab ich sie dann am ende in den trockenen regionen.
unsere 14 köpfige gruppe war alters und herkunftsmässig super gemischt, gemeinsam kochten wir, wuschen ab, stellten die zelte auf, bereiteten die swags vor, sammelten holz und machten feuer für die nacht.
sehr eindrücklich ist wie schnell die sonne unter geht, bereits um 18h30 war es meist schon dunkel. geweckt wurden wir tagsdarauf dann von den vögeln und der sonne, um 5h morgens.
besonders das outback hat mich in seinen bann gezogen. nach einigen tagen weit weg von der zivilisation trifft man kaum menschen, natur pur, sonnen auf und untergänge von betörender schönheit, danach überwölbt durch den gigantischen sternenhimmel mit den geräuschen der nacht, einfach magisch.
unser abenteuer führte uns weiter durch die furt vom pentecost river nach el questro. hier befinden sich die wohl bezauberndsten schluchten welche ich gesehen habe. livistonia palmen führen den kleinen bächen entlang hinauf zum "half way pool" einer ersten badegelegenheit in märchenhafter umgebung. nicht zu verachten ist selbst bei den warmen temperaturen ein morgendliches bad in den warmen quellen der "zebede hot springs" gelegen inmitten eines herrlichen palmenwaldes.
das nächste highlight des tages war die wanderung und ein bad in der emma gorge. von fast 90m hohen felsklippen fällt ein dünner wasservorhang in den riesigen naturpool. es ist wie in einem überdimensionalen wellnesstempel.
die schönheiten der kimberleys sprengen den rahmen jeder beschreibung, man sollte sie gesehen haben.
als krönender abschluss besuchten wir den purnululu nationalpark oder besser bekannt als die bungle-bungles.
dieses weltnaturerbe ist ein altes gebirge das durch erosion seine besondere struktur bekommen hat. sanft gerundete bergkegel die durch die streifenmuster der unterschiedlichen geologischen schichten aussehen wie bienenstöcke.
wir erkundeten einen kleinen teil zu fuss (ein grossteil ist den ureinwohnern heilig) besonders eindrücklich sind die spuren die ein fluss der zwar selten fliesst, dann aber mit ungeheurer kraft strömt, durch die berge geschliffen hat.
ehrfurcht ergreift einen auch in der cathedral gorge, ein riesiges strudelloch, eben so gross und gewölbt wie ein kathedralendach.
besonders eindrücklich war ein helikopterflug über das gebiet, erst dadurch bekommt man einen eindruck von den dimensionen. gut zu sehen sind auch die verschiedenen stadien der erosion von erst nur kleinen kerben im satten grün bis zu den imposanten, nackten felskegeln.
unsere tour endete am lake argyle, wo wir noch zwei schöne tage und nächte verbrachten, bevor ich mich von der gruppe trennte und via kununurra nach darwin weiterflog.
diesen teil der reise werde ich unter nothern australia posten.
gruss
steve 06 
Zuletzt bearbeitet von steve06 am 09.05.07 - 23:19, insgesamt ein Mal bearbeitet |
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Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 1638

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